für Naturfreunde
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Wiese im Sommer

Arnika

Biosphärenreservat Thüringer Wald

"Über allen Wipfeln ist Ruh",
so hat Goethe die Landschaft im Gebiet beschrieben. Wir laden Sie ein, Goethes Spuren zu folgen, Sie werden auch heute noch finden, was ihn damals beeindruckt hat ...
Das Biosphärenreservat Thüringer Wald zeichnet sich durch eine hohe Artenvielfalt aus:
über 45 Pflanzengesellschaften, mit einer großen Zahl gefährdeter Pflanzenarten sind hier zu finden, z.B. Weißtanne, Holunderknabenkraut, Straußenfarn, Trollblume.
92 Brutvogelarten sind hier zu beobachten, darunter der Schwarz- und Grauspecht, das Birkenhuhn, der Sperlingskauz und der Schwarzstorch.
Das Landschaftsbild ist von Wäldern, Bachtälern und Bergwiesen geprägt. In den Kammlagen entstanden, bedingt durch die klimatischen Bedingungen und die Niederschlagshöhe, kleinflächige Hochmoore (Regenmoore).

Geschichte
Am 17. September 1939 wurde ein Teil des „Unteren Vessertal“ zwischen Breitenbach und Vesser in einer Verordnung des damaligen Regierungspräsidenten zum Naturschutzgebiet erklärt. Maßgeblich daran beteiligt war der Wissenschaftler und Naturschützer Prof. Dr. Ernst Kaiser, der in vielen Publikationen über das Vessertal für dessen Schutz eintrat.
Aus dem damaligen Naturschutzgebiet mit ca. 1384 ha ist das, seit 1979 von der UNESCO anerkannte, heutige „Biosphärenreservat Thüringer Wald“ mit über 17.000 ha geschützter Landschaft hervorgegangen.
Das Reservat ist im Laufe seiner
30-jährigen Geschichte zu einer Modellregion für nachhaltige Entwicklung rechts und links des Rennsteigs geworden.
Gleich unterhalb von Vesser, direkt hinter der Naturschanze, beginnt die größte der 9 Kernzonen des Biosphärenreservats Thüringer Wald. Hier kann man noch weitgehend unberührte Natur erleben, die Entwicklung vom Keimling bis zum Baumriesen beobachten, abgestorbene Bäume mit Spechthöhlen und Baumpilzen betrachten sowie eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt kennen lernen.
(Pressetext)

Naturlehrpfad Oberes Vessertal
Der senioren- und behindertenfreundlich angelegte Naturlehrpfad zeigt Ihnen auf 500 m Länge die unterschiedlichsten Arten und Lebensbereiche der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt. Er macht Sie mit der Schönheit und Vielfalt unserer Natur zu jeder Jahreszeit bekannt. Die Tafeln stehen von April bis November. Wanderer können am Ortseingang auf dem Wanderparkplatz parken. Für Behinderte besteht am Anfang des Naturlehrpfades die Möglichkeit zu parken.